Nachdem meine Mutter Elke sehr begeistert von dem Kung-Fu Training bei unserem Meister Shifu Andy Jobst war, schickte sie mich Ende 1995 in das zu dieser Zeit angebotene Kindertraining.
Nach einigen "Startschwierigkeiten" begeisterte auch ich mich zunehmend für das Training und ging so oft als möglich in das Training.
Als ich im Alter von 13-Jahren auch endlich das zwei-stündige Erwachsenentraining besuchen durfte, ging ich eine Zeit lang sowohl nachmittags ins Kindertrianing als auch abends ins reguläre Training.
Eine Woche vor meinem 16. Geburtstag machte ich dann die lang abgewartete Prüfung zum ersten Rotgurt. Im Sommer danach ging ich für ein halbes Jahr nach Seattle. Zurück in Deutschland marschierte ich ohne Umschweife wieder in die Schule in Bruckdort zu Shifu Andy Jobst.
In den folgenden Jahren fungierten meine Mutter und ich des öfteren als Co-Trainer von Shifu Andy Jobst und sprangen ein, wenn es unserem Meister terminlich nicht möglich war, das Training zu halten.
Im Jahr nach dem Abitur (Winter 2004) absolvierte ich dann die Schwarzgurtprüfung.
Im September 2005 ging ich dann studienbedingt nach München. Demnach konnte ich leider nicht mehr regelmäßig das Training besuchen und es gab auch keine gleichwertige Alternative in München. Trotzdem versuche ich, so oft wie es mir zeitlich möglich war, das Wochenende ein wenig auszudehnen und Donnerstag abend in Bruckdorf zum Training zu erscheinen. Selbstverständlilch ließ ich auch keine andere Möglichkeit wie Sommer- oder Winterlager aus um meine Kung-Fu-Meister, -Brüder, -Schwestern, und Freunde im geimeinsamen Training zu treffen.
So konnte ich dann mein Wissen auch weiter vertiefen und nach und nach meinen Schwarzgurt bestätigen und den 2. DAN erwerben.
Inzwischen haben sich ein paar wenige Kung-Fu-Kämpfer in München versammelt und wir versuchen uns mehr oder weniger regelmäßig auch hier zum Training zu treffen. Große Hilfe war uns hier Shifu Sascha Mareth, der eine Halle in Pfaffenhofen organisiern konnte.
Am Anfang fängt man in der Regel mit einem Kampfsport an, um sich im Ernstfall verteidigen zu können. Zum Glück bin ich noch nie in eine solche Gelegenheit gekommen, und ich vertrete die Meinung, die beste Konfrontation ist die, die nie stattgefunden hat weil man ihr aus dem Weg gegangen ist.
Durch den recht frühen Start hat mir das Training aber auch sonst recht viel gegeben: Selbstsicherheit und körperliche Fitness. Inzwischen mache ich Kung-Fu einfach deshalb, weil es mir Spaß macht.